{"id":15,"date":"2012-07-10T19:44:08","date_gmt":"2012-07-10T19:44:08","guid":{"rendered":"http:\/\/news.evineuscheler.de\/?p=15"},"modified":"2013-05-01T09:59:29","modified_gmt":"2013-05-01T09:59:29","slug":"code-roth","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/news.evineuscheler.de\/?p=15","title":{"rendered":"Code Roth"},"content":{"rendered":"<p>Challenge Roth \u2013 8 Juli<br \/>\nJetzt sind es nur noch wenige Tage zu meiner Langdistanz (3,8km Schwimmen \u2013 180km Radfahren \u2013 42,2km Laufen) in Roth bei N\u00fcrnberg. Die Aufregung aber auch die Vorfreude steigt langsam. Letzte Woche hat das Trainings-Volumen schon merklich abgenommen und diese Woche hei\u00dft es jetzt integrieren, die Batterien f\u00fcllen und noch ein paar kleine Trainingsanreize setzten.<br \/>\nMein FOCUS-Trirad wurde mit Aero-Laufr\u00e4dern ausgestattet und nochmal von einem Spitzen \u201aSchrauber\u2018 unter die Lupe genommen. Sodass alles perfekt passt und eingestellt ist. Und ja es f\u00fchlt sich gut an! Die G\u00e4nge flutschen, die Bremsen stimmen und die Laufr\u00e4der machen sch\u00f6ne Ger\u00e4usche. Jetzt wird es in die Sci\u2019con Radtasche sicher eingepackt und sicher ins sch\u00f6ne Franken transportiert.<br \/>\nMein Vorrat an Riegeln und Gels ist auch aufgestockt und jetzt muss ich mir nur noch Gedanken machen welche Geschmacksrichtungen ich mit aufs Bike nehme.<br \/>\nDie n\u00e4chsten Berichte folgen direkt aus Roth.<\/p>\n<p>Roth ist toll!<br \/>\nDa Roth nur ein Hotel (das Gasthaus Krone) hat und ungef\u00e4hr 3000 Sportler mit Begleitung in den n\u00e4chsten 3 Tagen hier eintrudeln werden kommen viele Athleten bei einheimischen Familien unter. Ich habe das Gl\u00fcck bei Frau B. zu wohnen, die mich hier herzlich aufgenommen hat. Heute Morgen gab es zum Fr\u00fchst\u00fcck Himbeeren aus dem Garten und mittags wurde der Fenchel samt Karotten geerntet. Einfach gro\u00dfartig sind auch die Gurken!<br \/>\nNoch ist das kleine 20.000 Einwohnerst\u00e4dtchen verschlafen und nur ein paar Fahnen am Stra\u00dfenrand lassen erahnen dass in 3 Tagen hier der Triathlon-Nabel der Welt sein wird.<br \/>\nHeute Morgen hat schon mal die NADA zur Doping-Kontrolle eingeladen.<br \/>\nDa ich schon im St\u00e4dtchen war bin ich gleich in das zentral gelegene Freibad gegangen um ein paar Bahnen zu schwimmen.<br \/>\nhttp:\/\/www.stadtwerke-roth.de\/freizeitbad.htm<br \/>\nSo macht Schwimmen Spa\u00df.<br \/>\nAbends hat sich der Sohn von Frau B. noch an mein Hinterrad geklebt und wir sind eine kleine Runde durch das sch\u00f6ne Franken gefahren. Da kommt richtig Vorfreude auf. Tolle Stra\u00dfen, tolle Landschaft und eine wunderbare Luft. Das abschlie\u00dfende L\u00e4ufchen durch den Kiefernwald war dann noch die Kr\u00f6nung.<br \/>\nLeider sind die Tomaten noch nicht reif aber Morgen pfl\u00fccke ich mir wieder ein paar Himbeeren \uf04a und lass die Seele baumeln im Garten von Frau B.<\/p>\n<p>Code Roth<\/p>\n<p>\u201eCode Roth\u201c ist die schrille Beschriftung einer Reihe von T-Shirts, die mehrere anscheinend ambitionierte Triathleten vergangenes Jahr im Trainingslager in La Santa trugen. Irgendwie blieb dieser Begriff bei uns h\u00e4ngen. Im letzten Herbst nahm ich mir vor, bei der Challenge Roth zu starten \u2013 und seitdem stellte sich die Frage, ob ich den Code Roth w\u00fcrde knacken k\u00f6nnen. Am letzten Sonntag war es soweit. Das ging ungef\u00e4hr so:<\/p>\n<p>03:39. Der Wecker klingelt. Jetzt ist also tats\u00e4chlich der 08.07., der seit ca. 8 Monaten rot(h) in meinem Kalender steht. Meine zweite Langdistanz beginnt in knapp drei Stunden, und erstmals bin ich als Profi-Starterin gelistet. Es ist Zeit, zu zeigen, was ich kann. Porridge mit Honig l\u00e4sst mich langsam erwachen. Ich gehe nochmal zehn Minuten in mich, und schon sind wir auch auf dem Weg nach Hilpoltstein zum Schwimmstart. Es ist hell und scheint ideales Wetter zu sein.<br \/>\n05:20. In der Wechselzone ist schon einiges los. Mit klassischer Musik im Hintergrund pr\u00e4pariere ich meine FOCUS-Rennmaschine. Helm, Sonnenbrille, Startnummernband und Verpflegung \u2013 check! Alles ist an seinem gewohnten Platz, die Schuhe sind eingeklickt und mit Gummis fixiert. Nun noch die Reifen aufpumpen und dann den Neoprenanzug \u00fcberstreifen.<br \/>\n06:25. Die erste Startergruppe darf sich zum Schwimmstart begeben. Ich bin \u00fcberrascht, wie warm der Main-Donau-Kanal ist. Kurz schwimme ich wieder Richtung Ufer, um meinen Zeittransponder zu fixieren, und lande genau vor den F\u00fc\u00dfen von meinem Coach. Wir klatschen uns nochmal ab, mein Daumen geht nach oben \u2013 ich bin bereit f\u00fcr den Start!<br \/>\n06:30. Startschuss. Und was f\u00fcr einer. Wow, halb taub mit 300 \u00fcberwiegend sehr starken Schwimmern zu starten ist schon besonders. Die ersten 200m ist es sehr schwer, in den Rhythmus zu finden. Danach aber schwimmt es sich super. Im Kanal ist eine gute Orientierung m\u00f6glich, und bis auf eine kleine Schramme (Leute, schneidet doch mal eure N\u00e4gel!) an der linken Wange komme ich gut durch. Mit \u201eHells Bells\u201c von ACDC steige ich aus dem Wasser und mache mich auf zum Rad.<br \/>\n07:34. Ich schaue auf die Uhr und strahle innerlich. Das war f\u00fcr mich eine sehr gute Schwimmzeit; ich hatte nicht damit gerechnet, nach 1:04 schon auf dem Rad zu sitzen und langsam in die G\u00e4nge zu finden. Dennoch wei\u00df ich: Die besten Damen schwimmen hier unter 50 Minuten, und ich werde kaum unter den ersten 20 sein\u2026 Die Temperatur ist ideal \u2013 nur der Wind macht mir an einigen Passagen zu schaffen. Die Beine f\u00fchlen sich gut an. Nicht zu viel dr\u00fccken im ersten Viertel, hatte mein Coach gesagt. Ich bin nach 40 km einen Tick langsamer als erhofft, aber f\u00fchle mich bereit f\u00fcr den langen Tag. Nach 70 km darf ich den \u201eSolarer Berg\u201c erleben. Die Atmosph\u00e4re dort ist ihrem Ruf gem\u00e4\u00df grandios! Viele Hunderte Menschen stehen Spalier und feuern mich lauthals an. Es steigen La Ola-Wellen auf und ich werde fast vom Rad geschmissen. Das kannte ich bis jetzt nur von Bildern aus Alpe d\u2019Huez, von der Tour de France. Ich halte meine G\u00e4nge gut, und f\u00fchle mich in Kontrolle\u2026<br \/>\n12:46. Schon befinde ich mich auf der Laufstrecke. Es f\u00fchlt sich alles gut an, und ich finde in mein Lauftempo bei gut viereinhalb Minuten pro km. Auf der Radstrecke hatte ich schon drei M\u00e4dels \u00fcberholt, und schon ist auch die n\u00e4chste in Sicht. Ich pirsche mich langsam heran und ziehe vorbei. Langsam aber sicher sp\u00fcre ich die Belastung, \u201ethe wear and tear of the race\u201c, wie der gro\u00dfe Dave Scott es einst nannte. Die leichten Anstiege auf der Strecke fallen immer schwerer. Das wahre Rennen beginnt doch erst auf dem letzten Drittel des Marathons\u2026 Zum Gl\u00fcck ist ab da wie von Geisterhand mein Coach immer wieder am Streckenrand, der mich sehr motiviert, und mir die Erlaubnis gibt, schneller zu werden \ud83d\ude09 Mein schwerf\u00e4llig gewordener Schritt wird wieder etwas dynamischer. Nun z\u00e4hle ich die Kilometer r\u00fcckw\u00e4rts.<br \/>\n16:06. Beim Einlauf in die Zielkurve sehe ich 9:36 Stunden auf der Uhr und bin \u00fcberw\u00e4ltigt. Die monatelange Vorbereitung hat sich gelohnt, der Druck f\u00e4llt ab, ich habe es geschafft und bin geschafft! Als Gesamt-13. laufe ich ins Ziel\u2026<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das alles nun? Ich habe meine zweite Langdistanz eine halbe Stunde schneller als die erste absolviert, und wei\u00df, ich befinde mich auf einem guten Weg. Es gab sechs bis sieben Triathletinnen in Roth (allen voran die gro\u00dfartige Siegerin Rachel Joyce), die sich im Bereich um oder unter 9 Stunden noch in einem ganz anderen Universum bewegen. Ich verstehe jetzt viel besser, was hinter einer solchen Leistung an Mischung aus gro\u00dfem Talent, enormem Aufwand und eisernem Willen steht. Ob ich in dieses Universum jemals kommen kann, ist die gro\u00dfe Frage \u2013 nur eines wei\u00df ich: Roth hat mich motiviert, meinen Weg weiterzugehen, um zu sehen, wo er noch hinf\u00fchren kann. \u201eCode Roth\u201c ist geknackt.<\/p>\n<p>010104051008032112093613<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe, Eure<br \/>\nEvi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Challenge Roth \u2013 8 Juli Jetzt sind es nur noch wenige Tage zu meiner Langdistanz (3,8km Schwimmen \u2013 180km Radfahren \u2013 42,2km Laufen) in Roth bei N\u00fcrnberg. Die Aufregung aber auch die Vorfreude steigt langsam. 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